Lernentwicklungsgespräch (LEG)

Ablösung für das Zwischenzeugnis

Anlässlich eines verbindlichen Gesprächs zwischen Lehrkraft und Kind nimtmt mindestens ein Elternteil an dem LEG teil. Dabei werden Lernentwicklung und Leistungsstand gewürdigt. Entsprechend eines Zeugnisses sind das Sozial-, Lern- und Arbeitsverhalten sowie die Beschreibung des Leistungsstandes Inhalte dieses Austausches. Darüber hinaus wird am Ende des Gesprächs gemeinsam eine Zielvereinbarung gefunden. Hierbei wird überlegt, welche Entwicklungspotentiale, die im Laufe des Gespräches aufgezeigt wurden, ganz konkret gefördert oder gelöst werden sollen und wie dies erreicht werden kann. Diese Zielvereinbarung wird durch eine Unterschrift des Kindes, der Eltern und der Lehrkraft bekräftigt und bekommt so ein hohes Maß an Bedeutung und Verbindlichkeit.

Wie kann man sich ein LEG vorstellen?

Im Januar und Februar finden zu vereinbarten Terminen die Gespräche zwischen Klassenleitung und Kind unter Beisein der Eltern statt. In der 1. Jahrgangsstufe führen Sie zur Vorbereitung des LEG zuhause mit Ihrem Kind ein Gespräch. Dazu erhalten Sie einen Bogen, anhand dessen sich Ihr Kind im Dialog mit Ihnen in den verschiedensten Lernbereichen selbst einschätzt. Die Zielvereinbarung, woran gemeinsam gearbeitet werden muss, gehört ebenfalls dazu. Auf Basis dieses Selbsteinschätzungsbogens findet dann das LEG statt. am Ende wird der Bogen von allen Anwesenden unterschrieben. Das Original wird Ihrem Kind am letzten Tag der zweiten vollen Unterrichtswoche im Februar ausgehändigt, eine Kopie wird im Schülerakt abgelegt.

Welche pädagogischen Vorteile hat ein LEG?

Das Kind und seine Lehrkraft sprechen miteinander. Der Lern- und Leistungsstand wird unmittelbar ersichtlich. Im Gegensatz zu Zwischenzeugnissen erfolgt eine Beurteilung im Dialog sowie als persönliche Information. Missverständnisse und Unklarheiten können im Gespräch ausgeräumt werden. Stärken und Schwächen der Lernentwicklung werden angesprochen, gemeinsam beraten und Fördermöglichkeiten für die nächste Zeit aufgezeigt. Das Gespräch umfasst maximal 30 Minuten. Mit der kindgerechten Zielvereinbarung soll das zukünftige Lernen optimiert werden. Die Formulare sind so gestaltet, dass die Aussagen auch für Kinder der Eingangsstufe weitgehend verständlich sind. Zudem machen die Bewertungsbögen transparent, welche Kompetenzen in der jeweiligen Jahrgangsstufe erreicht werden sollen.

So können Eltern deutlich stärker in die zielgerichtete Förderung ihres Kindes eingebunden werden. Lehrkräfte, Eltern und Kinder übernehmen gemeinsam Verantwortung - zum Wohle des Kindes. Diese Art der Leistungsrückmeldung gehört an bayerischen Schulen inzwischen zur bewährten Praxis.